UBBEZ


Kurzprofil des Projektes


Beschreibung:


Das Deutsch-Tunesische Austausch-Projekt „UmweltBildung als Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft (UBBEZ)“ führt junge Erwachsene zwischen 18 und ca. 30 Jahren aus Deutschland und Tunesien zur Konzeption eines beispielhaften Umweltbildungsangebots mit überregionalem Modellcharakter im Gouvernorat Jendouba (TUN) zusammen.

Gemeinsam mit im Vorjahr im Projekt „Ranger Camps“ gewonnenen und bewährten Partnern soll ein erster, ganz konkreter Anstoß zur Verbesserung der schulischen und außerschulischen Umweltbildung im Gouvernorat Jendouba geleistet werden. Das Projekt zielt auf die Stärkung der regionalen Zivilgesellschaft als Grundlage für jede dauerhafte Aktivität in Richtung Umwelt- und Naturschutz, indem die beteiligten Gruppen zusammen mit Schulen, Jugendzentren, Nationalpark- und Forstverantwortlichen etc. die Konzeption (und eine mögliche spätere Ausgestaltung) eines Natur-Erlebnis-Gartens als eigenes, regionales/kommunales Projekt mit Kreativität und mit viel Eigeninitiative selbst in die Hand nehmen sollen.

Im Mittelpunkt stehen zwei Austauschtreffen in Deutschland und Tunesien für jeweils 6 junge deutsche und tunesische „Umweltaktive“ die mit Unterstützung durch ProjektkoordinatorInnen und Projektverantwortliche sowie durch geeignete (ehrenamtlich tätige) Experten/innen sowie des Projektleiters ENEA (ehrenamtlich) eigenständig ein Umsetzungskonzept für einen „Natur-Erlebnis-Garten“ erarbeiten sollen, das die Beteiligung örtlicher und regionaler zivilgesellschaftlicher Gruppen sowie die Bevölkerung mit einschließen soll. Die bauliche Realisierung des „Natur-Erlebnis-Gartens“ ist nicht Bestandteil dieses Projektes.


UmweltBildung als Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft (UBBEZ)



Ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Tunesischen Transformations-Partnerschaft

gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes


ENEA führt das Austauschprojekt in Kooperation mit dem BUND Landesverband Niedersachsen durch. Das Gesamtprojekt wird im Auftrag von ENEA durch EmMeS-mediaSERVICE koordiniert. Der tunesische Projektteil wird vom Kooperationspartner ONG Sidi Bou Zitoun koordiniert.



Kooperationspartner in Tunesien sind:



  1. ONG Sidi Bou Zitoun

  2. Ghardimaou/Tunis, Tunesien


  3. Association Tunisienne pour leTourisme Équitable et Solidaire (A.T.T.E.S.)

  4. Ain Draham, Tunesien

Ziele:

  1. Entwicklung einer Konzeption für einen vorbildhaften Natur-Lehr- bzw. Natur-Erlebnis-Garten als Anstoß zur Verbesserung der Umweltbildung im Gouvernorat Jendouba


  1. Kompetenzförderung der beteiligten tunesischen NGOs im Bereich schulische und außerschulische Umweltbildung


  1. Stärkung des Umweltbewusstseins und der Wertschätzung des Naturerbes in der Kroumirie


  1. Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs zwischen Deutschland und Tunesien


Teilnehmer/innen:

Jeweils sechs deutsche und tunesische Teilnehmer/innen im Alter zwischen 18 und ca. 30 Jahren mit Vorbildung in den Bereichen Natur- und Umweltschutz sowie Ökotourismus.


Projektdauer:     15.11.2014 bis 30.09.2015


Austauschtreffen:

Das erste Austauschtreffen fand im Raum Hannover sowie im Harz vom 07. - 12. April 2015 statt. Besucht wurden der Park der Sinne in Laatzen, der Hochseilgarten Seatree in Mardorf, der Wakitu Spielpark in Hannover sowie der Nationalpark Harz. Die Schnapp-schüsse während des Besuchsprogramms zeigen, dass die deutsch-tunesische Gruppe sehr schnell zu einem Team zusammen-gewachsen ist.


Am Ende eines jeden Tages gab es eine Diskussionsrunde über die gewonnenen Eindrücke und darüber, was davon vielleicht in ein Konzept für den Natur-Erlebnis-Garten in Tunesien einfließen könnte. Zum Abschluss gab es einen ganztägigen Workshop, auf dem eine erste Pojektskizze für die Errichtung des Gartens entstand.


Beim zweiten Austauschtreffen im Raum Jendouba vom 07. - 14.  Juni 2015 wurden u.a. die Städte Ain Draham und Tabarka, das Silvopastoral-Institut und der Nationalpark El Feidja besucht. Hier könnte der Natur-Erlebnis-Garten realisiert werden. Demgemäß wurde die erste Projektskizze an die Gegebenheiten des Nationalparks angepasst und mit interessierten VertreterInnen u.a. aus Organisationen wie Forstverwaltung und Bildungseinrichtungen diskutiert. Am Ende stand ein Konzept, das mit maßgeblicher Unterstützung der beteiligten Institutionen aus der Region Jendouba verwirklicht werden kann. Mit dem Konzept des Natur-Erlebnis-Gartens soll besonders das Ziel erreicht werden, die Wertschätzung dieses Naturerbes im Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten und vor allem im Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu stärken.


Abschluss-Workshops

Um dieses Ziel zu erreichen muss das Konzept von den im Projekt kooperierenden Personen und Einrichtungen der Zivilgesellschaft getragen und als Einrichtung der schulischen wie außerschulischen Umweltbildung verstetigt werden. Zu diesem Zweck trafen sich die Beteiligten aus der Region Jendouba zu einem eigenen Abschluss-Workshop. Die Ergebnisse daraus wurden von zwei VertreterInnen in den Projektabschluss-Workshop in Hannover am 28. August 2015 getragen. Hier wurde das Konzept des Natur-Erlebnis-Gartens mit Unterstützung der deutschen TeilnehmerInnen und anderer Expert/innen als zentrales Projektergebnis endgültig festgelegt.