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BUNNT-CO

Bürgerinitiativen Natur- und Umweltschutz 

in Nordwest-Tunesien – Community Organising


Ein Projekt im Rahmen des Förderkonzepts Ta’ziz-Partnerschaft für Demokratie des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. 


Ziel ist die Förderung zivilgesellschaftlicher Partizipation in Nordwest-Tunesien und die Schaffung diskursiver Freiräume für die künftige Generation. Dem entsprechen die Projektziele 


  • Stärkung und Ausbau eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks von Umwelt-schutzvereinen und -initiativen als "Anwalt der Natur und der Umwelt" in der Gesellschaft.  
  • Motivation und Einbindung von Bürger/innen zur Teilhabe an Natur-, Umwelt- und Klimaschutz-Initiativen un den Gouvernements Beja, Jendouba, El Kef und Siliana in Nordwest-Tunesien 


Daher gilt es, die vorhandenen Strukturen aus dem Vorläuferprojekt „BUNNT“ - das damals entstandene Netzwerk „Réseau des Associations Environnementales dans le Nord-Ouest de la Tunisie“ (RAENOT) - zu revitalisieren und nachhaltig fortzu-entwickeln. Dazu muss die Arbeitsfähigkeit personell hergestellt und langfristig finanziell gesichert werden. Die Netzwerkarbeit der Zielgruppe der Umweltschutz-initiativen in vier Gouvernements in Nordwest-Tunesien soll in einer produktiven Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Stakeholdern vorangebracht werden durch die Vermittlung von Qualifikationen und Kompetenzen vor allem für Multiplikator/innen, Vorreiter/innen und aller „treibenden Kräfte“ mit Hilfe des demokratiefördernden Problemlösungs- und Moderationskonzepts „Community Organising“.

Im Zentrum des Projekts steht die Unterstützung, die Ermächtigung („Empowerment“) der tunesischen Partner/innen, eigenverantwortlich und selbstorganisiert ihre zivilgesellschaftliche Netzwerkarbeit zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz zu entwickeln und die Schutzziele über die Einrichtung von Dialog- und Bürgerforen in die Breite der Zivilgesellschaft zu tragen und zu verankern.


ENEA unterstützt die tunesischen Projektpartner/innen durch kollegiale Beratung, Teamreflexion, Coaching und durch angebotene Qualifizierungen und Trainings. 


Nach einer „Bestandsaufnahme“ und einer „Multiplikator/innen-Qualifizierung“ im Oktober und November 2023 wurde im Januar 2024 eine „Strategiekonferenz“ durchgeführt, an deren Ende über die gemeinsamen Ziele sowie über konkrete Arbeitspläne entschieden worden war. Es wurde schließlich über die durchzuführenden Maßnahmen zur Einrichtung von Dialog- und Bürgerforen sowie von Arbeitsgruppen sowie über den Einsatz der finanziellen Projektmittel entschieden. Diese Maßnahmen wurden aus den vorgeschlagenen 78  Ideen ausgewählt, die ein entsprechender Wettbewerb unter Umwelt- und Naturschutzvereinen, sowie Stakeholdern und Schlüsselakteuren sowie Bürger/innen der Zivilgesellschaft hervorbrachte.

Eindrücke aus der Arbeit in den Projektbausteinen

Das Projekt-Design ist in der unten stehenden Grafik dargestellt

Mit der personellen Besetzung von Projektsteuerkreisen wurde auf der Strategie-konferenz die Projektaufstellung abgeschlossen. Projektsteuerkreise bestehen auf der Ebene der vier Gouvernements Beja, Jendouba, El Kef und Siliana sowie auf der überregionalen Ebene „Nordwest-Tunesien“ auf der die Gouvernements zusammen-geschlossen werden. Diese Steuerkreise bestimmen über durchzuführenden Dialog- und Bürgerforen auf der jeweiligen Gouvernements-Ebene bzw. auf der Ebene Nordwest-Tunesien.


Aus den Maßnahmevorschlägen des Ideenwettbewerbs werden ca. 40 ausgewählt, die von den Vereinen des Netzwerks RAENOT in Kooperation mit Stakeholdern und Bürger/innen aus der Zivilgesellschaft durchgeführt werden. Zu diesem Zwecke werden besondere Methoden-Trainings für 40 Personen durchgeführt, um die vorgesehenen Teamleiter/innen auf diese Aufgaben vorzubereiten. Die Methoden-Trainings finden im Februar bzw. im Mai 2024 statt.  


Die konkrete Netzwerkarbeit von RAENOT startet im Januar 2024!