Zur Konzeption der Projektarbeit 

Handlungsleitende Prinzipien für partnerschaftlich gestaltete Projektentwicklungsprozesse 

bestehen für ENEA aus den folgenden Leitbild-Ansätzen:

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Gemeinwohlansatz und Geschlechter-Gerechtigkeit

Befähigung von Organisationen (NGOs, Verwaltungen, Unternehmen u.a. (Initiativ-)Gruppen) zur Selbstorganisation in der zivilgesellschaftlichen Entwicklung sowie zur Potenzialnutzng aller Organisationsmitglieder auf allen Organisationsebenen - Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern.

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Beteiligungsorientierter Ansatz 

Die Organisation als aktiver Partner - die Verantwortungsfähigkeit der Organisationsmitglieder kann nur erreicht werden, wenn diese alle an den erforderlichen Entwicklungsprozessen beteiligt sind. Dabei geht es um die Vermittlung der Fähigkeit zur Selbstorganisation sowohl der Gruppen als Ganzes als auch aller Gruppenmitglieder, insbesondere aber auch der „Schlüsselpersonen“ in der Gruppe.

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Integrierter Handlungsansatz

Alles aus einem Guss - Verzahnung von Qualifizierung und Beratung, Moderation, Begleitung, Führung, Lerntransfer und Evaluation im gesamten Wandlungsprozess der Organisation unter Mitwirkung aller Organisationsmitglieder.

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Ganzheitlicher Ansatz 

Die Organisation bzw. das Unternehmen als Lernende Organisation - Verbindung von individuellen mit organisationalen Lernprozessen, d.h. es muss aus den individuellen Lernprozessen ein Transfer in die Wissensbasis der Organisation stattfinden. Organisationales Lernen muss also mehr sein als die Summe individuellen Lernens.

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Nachhaltiger Ansatz - Umwelt und Gesellschaft

Herbeiführen dauerhafter Lösungen und Konzepte sowie „Autonomie“ als Ziel des Entwicklungsprozesses - Befähigung der Organisation zur autonomen Mobilisierung ihrer Veränderungspotenziale, Schaffung einer relativen Unabhängigkeit von externen Experten.

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Dauerhafte gesellschaftliche Lösungen kann es nur in einer intakten Umwelt und Natur geben. Deshalb werden vor allem Organisationen unterstützt, die einen Beitrag zum Erhalt der Natur und zum Schutz der Umwelt bzw. zum Klimaschutz leisten.

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Community Ansatz

Synergien durch Kooperation - neue Strukturen erwachsen aus der Wahrnehmung von interner und externer Kooperation, mit anderen Gruppen am selben Ort bzw. in der Region, mit ähnlichen Zielen oder mit anderen unterstützenden Ansätzen.

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Zusammen mit allen Kooperationspartnern verfolgt ENEA einen Ansatz, der die Projektentwicklung als einen offenen gemeinsamen Lernprozess begreift, der dem Prinzip der Nachhaltigkeit und der Chancengleichheit der Geschlechter verpflichtet ist. Insofern stehen Lernen – Nachhaltigkeit – Gender-Gerechtigkeit als jeweils individuell als auch organisational bedeutsame Leitbilder im Vordergrund. 

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Der Lernprozess verläuft dabei auf zwei miteinander verknüpften Ebenen – auf einer strategischen bzw. strukturellen sowie auf einer operationellen, lernzielorientierten Ebene. Die „Lernende Organisation“ ist die strukturelle Voraussetzung dafür, dass sie ihre Ziele z.B. im Sinne des Natur-, Umwelt- und  Klimaschutzes hinsichtlich relevanter Zielgruppen auf der operationellen Ebene wirkungsvoll erreichen kann.

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ENEA mit Kooperationspartnern unterstützt dabei Gruppen, NGOs u.a. durch Beraten - Moderieren - Vernetzen.

Ziel ist der Bewusstseinswandel der gesamten Organisation mit allen ihren Mitgliedern auf allen Ebenen. Erfoldgskriterien sind dabei Training und Coaching von „Change Agents“, „Multiplikatoren“, „Champions“ in den Organisationen als Träge*innen des Leitbilds „Lernende Organisation“.

Die Organisation wird hierdurch ein Stück weit selbst zum Bildungsträger, die ihre Innovationsfähigkeit erhält durch die Integration von Lernen und Arbeiten mit Hilfe von internen Lern- und Innovationsberater*innen.